Montag, 11. Januar 2016

sich beugen. und aufrichten...

es klingt vielleicht irrsinnig - doch es scheint mir wesentlich zu sein, dass wir überhaupt lernen, uns vor irgend etwas zu verbeugen. einerseits um damit die idee der demut zu retten. andererseits: wenn wir uns nicht tief beugen, können wir uns auch nicht vollständig aufrichten - diese nahezu muskuläre tatsache sollten wir uns immer vor augen halten. Gott, lass uns nie vergessen, dass wir uns aufzurichten haben. 
christen vergessen das oft und verharren in ewiger verbeugung und wundern sich ihres eigenen leides. natürlich: jegliches aufrichten - dazu gehört auch jegliche erektion - ist das, was im christentum am schwierigsten erscheint. die selbstbewusste mündigkeit, die notwendig ist, um dem getürmten ballast der in heiligkeit vibrierenden himmelssphären standzuhalten, ist immens. 
wenn diese gespannte stabilität erreicht wird, entsteht jedoch eine ungeahnte kraft. kraft des wollens, kraft des wandels. ob sie gesund ist und zuträglich, ob sie es ist, die die welt in eine zukunft fernab eines massenwahnsinns zu führen, ist schwer zu beurteilen. doch ist diese reibungsenergie dringend notwendig, damit aus pastoraler schafzucht grenzenlose menschwerdung hervorbrechen kann und mündige, einsichtige und ganzheitlich kompetente erdengeschwister auferstehen.
und dennoch erreichen wir diese wahre aufrichtung niemals ohne die… 
demut.

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