es kann nicht ein gottesgedanke allein
aus der geistessphäre heraus die ganze schöpfung,
die welt und die menschheit hervorgebracht haben
- nein, das nicht.
aber solange wir vom vatergott sprechen,
vernachlässigen wir ja eben
die andere seite der wirklichkeit:
nämlich die weibliche
mutter natur mutter erde mutter stoff
materie… (theilhard de chardin)
schöpfung kann sich nur dort ereignen, wo ein gott
schöpfung kann sich nur dort ereignen, wo ein gott
- sei es nun ein gedanklich existenter oder ein allmächtiger -
auf eine materielle, eine mütterliche essenz fällt.
auf eine materielle, eine mütterliche essenz fällt.
so wie sich alles, was werden will,
durch befruchtung erfinden muss,
so setzt auch die schöpfung
so setzt auch die schöpfung
solch eine ur-befruchtung voraus.
ein vatergott
ein vatergott
ist potent, mächtig, allwissend…
aber er ist nicht fruchtbar.
der göttliche gedanke
aber er ist nicht fruchtbar.
der göttliche gedanke
fruchtet erst in der materie.
in der personage eines auf die menschenerde
transponierten weltendramas hiesse das:
in der personage eines auf die menschenerde
transponierten weltendramas hiesse das:
der theologische postulierte eros des „es werde“
muss auf das atheistische urgewebe
muss auf das atheistische urgewebe
des „es ist kein gott“ fallen.
geistesgeschichtlich gehören
atheismus und theologie
zusammen wie -
geistesgeschichtlich gehören
atheismus und theologie
zusammen wie -
adam und eva.