Dienstag, 1. Dezember 2020

pocket building materials science

all the constraints we shall be subjected to at the moment 
are not as terrible as the web of lies on which they are built. 
 
however, this very web 
consists of lower energy 
and such a meshwork, 
made in the semi-darkness of the lowlands, 
will rot and swamp quickly.
this swamp is a bad foundation, 
thus sooner or later the building erected on it 
will collapse.

it is not about violence, fighting or civil war.
if people who see clearly and feel with a pure heart, 
find the calm and strength of inner certainty, 
find this space, keep this strength -
then the lie will have no chance.

if these people support each other, 
great power will rise, 
power of insight and goodness 
that radiates warmly and quietly 
and makes the structures of madness 
in the superstructure, in virtual space, 
in the vague intellectual field of technology 
superfluous.

ideally, it would also be superfluous 
for those who clung to them until the last minute...

Donnerstag, 26. November 2020

Para-Post

Gastbeitrag von Alexander Goretzki


Liebe Netzwerkpartner, liebe Noch- und Neu-Kontakte…*

 
Jedesmal, wenn ich einen Post zum Thema Corona in meiner Facebook-Chronik hinterlassen habe und meinen Worten - je nach Wagnis der Aussage - einige Minuten oder mehrere Stunden Schützenhilfe geleistet habe (martialische Metaphern sind ja zunehmend en vogie), denke ich: „So nun langt’s aber auch wirklich. Mein nächster Beitrag geht definitiv um die nahende Adventszeit, eine kommende Weltrevolution für die Natur, feinstoffliche Aspekte der Musik oder ein bisschen Dadaismus.“ Und - zack! - geht’s schon wieder los.

Woran mag das nur liegen? Die Argumente scheinen erschöpft, viele wollen einander wirklich nicht mehr zuhören.Menschen, die unter den hierzulande in Aussicht stehenden Bedingungen nicht mehr in Deutschland leben wollen, erwägen, das Land zu verlassen oder haben es bereits getan. Andere bauen in Ruhe und ohne sich durch ermüdende Dispute zu verzetteln an einem starken morphogenetischen Feld für Einsicht, Recht und Ruhe. Wieder andere, offenbar sind es sogar die meisten, haben den Paradigmenwechsel in den vergangenen Monaten vollzogen und soweit alles verinnerlicht, was ihnen Regierung und Ordnungskräfte aufgetragen haben. Es liessen sich noch zahlreiche weitere Facetten möglicher Verhaltensweisen beschreiben...
 
Und doch spüre ich immer wieder dieses ungewiss-gewisse innere Flackern... und genährt von dem Wunsch, den einen oder die andere doch noch zum Fragenstellen oder Nachdenken zu bewegen oder einen meines Erachtens bislang unzureichend beleuchteten Aspekt ins Licht zu rücken, lege ich los und feile wieder meine Sätze zurecht. Eine Perspektive, die uns helfen könnte, noch einmal mit frischem Sinn und Abstand auf diese Zeit zu schauen, wäre m.E. der Blick nach Afrika, doch das wird ein eigener Post im Laufe des heutigen Tages oder morgen, dies ist eher ein Metapost - über das Posten.
Unterm Strich erscheint mir dieses ein bisschen wie früher, Basteln am Sonntagnachmittag, Keksebacken, Drachensteigenlassen und so gesehen auch eine Art Spätherbst- oder Vorweihnachtsbeschäftigung, je nach momentaner weltanschaulicher Ausrichtung. 
 
Sehr vieles halte ich zurück, was ich in meiner Trauer und Wut für einige Zeit glaubte, so knallhart wie möglich zum Ausdruck bringen zu müssen - bis ich fühlte, dass diese heftigen Emotionen ihren Ursprung in meiner eigenen Geschichte haben und der meiner Familie und hier nicht hergehören - sie haben sich vielmehr als unerfreulicher Garant für Ablehnung und / oder Nichtverstandenwerden erwiesen.
Allerdings bin ich der Ansicht, dass wir den im körperlichen gegründeten Enervierungen, feinen Seelenempfindungen, inneren Verwerfungen, äusseren Extravaganzen, Kapriolen und einem gewissen Aus-dem-Ruderlaufen mehr Aufmerksamkeit und ruhige Betrachtung widmen dürfen.
Bei Menschen, die Corona-Maßnahmen und die tagtäglich postulierte Gefährlichkeit des Virus für übertrieben halten, tauchen diese Auffälligkeiten, glaube ich, häufiger auf, vorhanden sind sie aber auch bei braven Bundesbürger*innen und treuen Gefolgsleuten der Regierung. 
 
Dass gerade jetzt der Nationalsozialismus das Thema ist, an dem sich die Aggressionen entzünden und die gegenseitigen Anwürfe entladen, halte ich für keinen Zufall sondern eher für eine Art logischen Höhepunkt des Zankes, denn hier scheint mir ein wirklich großes und noch lange nicht durchleuchtetes, geschweige denn abgearbeitetes, geheiltes Reservoir für tiefverankerstes seelisches Unwohlsein zu liegen.
Das, was zur Zeit etwas modisch als Trauma bezeichnet wird, diese tiefen im Körpergedächtnis eingegrabenen Wunden und Verletzungen, die direkt an Parasympathikus und instinktives Handeln angeschlossen scheinen, reicht zuweilen sicherlich auch weiter zurück in fernere Epochen, zuweilen mag es sich auch in Verletzungen innerhalb der eigenen Biographie ausdrücken aber in der dunklen Zeit des Nazi-Regimes scheint doch ein kollektiver Brennpunkt des Schmerzes zu liegen, weshalb ich glaube, dass Menschen in Deutschland gut daran täten, dort genauer hinzusehen, nicht von vornherein an den Narben der anderen herumzukratzen, in ihren Wunden zu stochern, die Nervosität des Kollektivs unnötig zu reizen und herauszufordern. Wenn es stimmt, dass in jeder Krise eine Chance steckt, dann sehe ich letztere genau hierin, aber damit umzugehen erfordert Anständigkeit, tiefes Aus- und Einatmen, viel Empathie und den expliziten Wunsch, das eigene Gegenüber verstehen und einander helfen zu wollen.
 
Mich erstaunt oft meine eigene gute Laune, das innere Gefühl von Agilität und Kommunikationsbereitschaft. Vielleicht ist sie zuweilen induziert durch eine sozusagen homöopathisch dosierte Rückatmung an CO2.
Bei mir wie auch bei Menschen, denen ich begegne - dem Crobag-Verkäufer am Bahnhof, der zufällig im Zug getroffenen Workshopteilnehmerin, einer launigen Fahrkartenkontrolleurin - stelle ich oft die Bereitschaft, hin und wieder sogar eine Lust am wachen Austausch fest, die sich gar nicht sehr von normaleren Zeiten unterscheidet, nur vielleicht mit etwas mehr Verve, Stimm-Modulation und Augenaufschlag vollzogen wird, aus dem beiderseitigen Einverständnis, mit einer Extraportion Seelenkraft - meines Wissens bislang noch nicht als infektiös eingestuft - die Barriere vor Gebiss und Nüstern für diesen Moment zu überwinden und ein gemeinsames Wiehern zuzulassen, das geeignet ist, mich und die Person mir gegenüber m Großen und Ganzen der Zugehörigkeit zur gleichen Herde zu versichern.
 
Meine innere Devise lautet nach wie vor: Über die Sorge, oder, in scharfgeschalteten Alarmzustand, die Angst der Menschen kann ich nicht hinweggehen. Ich wünsche mir sehnlichst, dass die Ängste sich lösen, bei immer mehr Menschen - aber ich kann es nicht forcieren, ich darf es nicht erzwingen. Auch ich trage Sorgen in mir, die sich zuweilen zu Ängsten steigern und erwarte, dass ihnen in gleicher Weise Achtung gezollt wird, auch wenn ich mir bewusst bin, dass es an mir liegt, ob ich an ihnen leide, verzweilfe - oder wachse und reife.
Ich sage das, ohne jene in Misskredit ziehen zu wollen, für die das Tragen einer Maske seelisch unerträglich oder gesundheitlich nicht machbar ist - ihnen gehört mein Verständnis und meine Solidarität und ich erkläre mich bereit, sie gegen jedwege Anwürfe zu verteidigen, wenn ich mich sicher fühlen darf, dass sie nicht anders können. Ich selber habe das Glück, dass ich es offenbar vertrage oder dass mein System jene CO2-Rückatmung als eine hauchdünne aber inspirierende Bewusstseinserweiterung zu interpretieren gelernt haben mag, soweit ich sehe, ohne besondere Zutun meinerseits.
 
Dieser Alltagsoptimismus verdankt sich auch der inneren Gewissheit, dass eine neue Zeit bevorsteht, vielleicht auch zwei neue Zeiten, vielleicht, dass das eine sich vom anderen löst und entzerrt…. In diesem Moment erscheint mir das Spektrum möglicher Szenarien für das Individuum - z.B. mich - wie für die gesamte Gesellschaft schier unermesslich.
Mit dieser vagen Vision eines Aufbruchs in eine andere Zeit, eine neue Epoche, möchte ich schliessen, bewusst offen, ohne das letztgesagte weiter in irgendeine Richtung festzunageln.
 
novo mundo, novo povo, nova era e um novo professor, wie es ein weiser Brasilianer evoziert hat: Neue Welt, neues Volk, neues Zeitalter - und ein neuer Lehrer.
 
 
__________
 
*Übrigens gehöre ich zu den Facebookbenutzern, die nie jemanden löschen. Oder wirklich fast nie. Zu groß ist die Chance, sich mit wirklich entschieden Andersdenkenden und -fühlenden zu begegnen, die mir entgehen würde, wenn mein Sinn für Fragwürdigkeit und Unerträglichkeit unmittelbar an die Pflege meiner Kontaktliste gekoppelt wäre.

Donnerstag, 12. November 2020

Freitag, 30. Oktober 2020

vivid & fossil

verben sind lebewesen
substantive sind versteinerungen

eine subjekt-objekt-fokussierte sprache
bildet die welt starrer, lebloser ab

eine prädikat-orientierte sprache
bildet die welt flüssiger, beweglicher ab

wollen wir probleme lösen
brauchen wir intuition und vernunft

so klingt es substantivisch -
mit dem prädikat im fokus wäre es

das anschauen (intueri) der realtiät und
das vernehmen der realität

dem vernehmen nach

der täter wird vernommen
die stimme wird vernommen

ich vernehme den täter
ich vernehme die stimme

zwei transitive verwendungen
des verbums vernehmen

aus welcher resultiert die vernunft?


Donnerstag, 22. Oktober 2020

5

five questions i asked myself today:

i go for adequate vitamin intake, healthy eating, fresh air and exercise, 
not too much pharma stuff. am i thus already counting among the social darwinists?

unless military metaphors are allowed in the discourse reflection - 
are we but just in a trench war?

why am i unable to listen to the most famous german veterinarian
without getting the impression that even he does not believe himself?

why is an independent extra-parliamentary german left wing obviously incapable
of articulating the slightest skepticism in the federal government's coronavirus directives?
at least of pointing out the most important inconsistencies? is this another field that -
assuming these categories are still valid - has been left to the right by the left?

why does the neue zürcher zeitung advertise with its independent critical view of germany -
only to join the course of german subordination in daily journalistic work, no - 
to beat it by lengths?

Dienstag, 20. Oktober 2020

delusion

my land, my forest, my meadow -
these are no possessions, any more than
my son, my wife, my mother.
 
all of these "mine" denote relationships.
the possessive pronoun names
what is assigned to my person -
through a cosmic global logic,
that this humanity has lost and that
through all false claims of possession
is to be re-established every minute,
mentally, emotionally, inside the heart….

the concept of possession
is to be replaced here
with that of responsibility.

what is holy:
beings, nature, life -
cannot be possessed.
one can but care for it.

the illusion of wrong ownership
is the beginning of the war.
war is based on delusion.

post war / abuse

can we assume that the political reality 
of the federal republic of germany is shaped by alcohol abuse -
while the era of the weimar republic was based on morphine addiction 
due to injured but surviving soldiers from the first world war?
 
will true countries - will real governments 
be aware of right plant and substance knowledge?
 

any

who's feeling this task heartside:
to honor, worship and protect mother earth,
undoubted embodiment of the material aspect,
must have the greater weight on the lances iustitiae.

every technical innovation needs a strong and special legitimation. 
we can no longer just ask the question of “yes?” or “no?”
but rather: can we not leave things as they are?

civilizations for centuries and millennia ignored the need for that balance ...
and set off on the path of decay - logical conclusion of a perverted idea of ​​growth that is: 
 
increase in terms of feasability, economic strength, expansion of structures
instead of keeping it in the sphere where it belongs to:
biology.

no reason not to make the change now.
to learn. to develop. to begin to live.
is there a point of view more global than this? 

i don't see any.
i am ready to learn but -
i don't see any.

Mittwoch, 7. Oktober 2020

cure & curing (no cyborg)

a real sword of light 
will consist of flesh and blood.
this may lead to condensation 
of being, expansion of space.

it could lead to real hardening.
thus a holy weapon might be born
from biological matter ... 
a scepter ... a sign ...

Mittwoch, 30. September 2020

we even don't have to love each other

Roger Hallam (co-founder of Extinction Rebellion) : "Because this issue is bigger than democracy, or whatever you want to describe, what's left of it right now, when a society acts so immoral, democracy becomes irrelevant." But who determines which problem is "bigger" than democracy and makes it irrelevant? And how is this problem solved, if not in the democratic process? In the end, is there a dictatorship of the good, the morally overarching? (SPIEGEL online 7.10. via google translator)

 - - -
 
this is the moment when LOVE has to enter the scene. i am not talking about gentle interaction. no christian murmur purring, no aesthetic left-liberal daydream. that’s why i use capitals: because it is not a lukewarm draft, but a powerful carrier wave. the LOVE that is necessary now means: pro and contra, enthusiastic earth warriors and cozy consumption preservers, extinction rebellion and capitalists trying to breathe out and to focus head to head on our planet - and to evoke a common LOVE which was a natural gift of mankind in former times and passed away unnoticed. do you see the difference? WE EVEN DON'T HAVE TO LOVE EACH OTHER. we will not be able to establish LOVE in human interaction, politics, clashes unless we evoke our common LOVE for mother earth. we need that first. for earth rescue. and because SHE will teach us LOVE. she is the original LOVE-TEACHER. no matter if you call her matter (sic!), nature, planet, gaia, sophia or maria. it’s one.
 
_______
 
NB This is an older Text published only on social media in october 2019. As an Addition to all thoughts concerning clima-activist movement / mother earth i should be inserted in this collection.

Montag, 28. September 2020

Rollen. Prosa N°1

„Ich bin ein Kind der Sechziger und Siebziger Jahre.
Wir haben die Skepsis mit der Muttermilch aufgesogen.

Hm… Naja. Besser gesagt: Wir hätten sie aufgesogen.
Wenn wir gestillt worden wären….
Was soll’s. Wir sind trotzdem gute Skeptiker geworden.“

Samstag, 26. September 2020

reality advice

note: in the linguistic world of forest reality there is none metaphors or comparisons. 

truly: everything is pure existence here. 

it does not just apply in the forest. 

it is  the model that we humans have been given. 

because the forest is our origin. 

pay attention to your words! if you want to play enter the realm of art. 

it is something different from nature, but the way is near.

everything is well built and connected.

he

 

 

HE who found that holistic
spiritual-material access
to his own genital WILL never
feel impotent or imperfect

no matter how strong
no matter how long
HE WILL
just be in living flow
with universal reality

 

Sonntag, 13. September 2020

mankind

i am still alive.
i am still mortal.

paradox of existence.

find out

to find out something
and
to find out from something -
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etwas herausfinden
und 
aus etwas herausfinden -
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